Grundhaltung unserer Hospizarbeit

Bild: Sonne

Mit dem Begriff Hospiz verbindet sich eine besondere Haltung und Lebensphilosophie gegenüber unheilbar Kranken und Sterbenden. Hospiz bedeutet im Lateinischen Herberge oder Gastfreundschaft.  Im Mittelalter boten Mönche den Pilgern an besonders gefährdeten Stellen Hilfe und Schutz.  In der heutigen Zeit brauchen besonders Schwerstkranke und Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens eine ähnliche Fürsorge.

Pioniere auf diesem Gebiet sind Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross in den USA und Frau Dr. Cicely Saunders in England.

Mit der Gründung des St. Christopher's Hospiz in London nahm die moderne Hospizbewegung ihren konkreten Anfang.  Seitdem findet sie in der ganzen Welt Verbreitung.

Sinn und Ziel der Hospizarbeit ist die Begleitung von Menschen in der Endphase ihres Lebens, unabhängig von Religion, Weltanschauung und sozialer Herkunft.

Dabei ist Maßstab die Würde des Menschen; der Sterbende wird bis zuletzt als Person ernst genommen.  Das erfordert Offenheit und Wahrhaftigkeit im Umgang mit dem Schwerstkranken/Sterbenden.  Hospiz betrachtet das Sterben als einen Teil des Lebens, der weder verdrängt noch künstlich verlängert werden muss.  Diese Grundhaltung schließt eine aktive Sterbehilfe aus.

Unsere Haltung lässt sich gut mit einem Ausspruch Cicely Saunders einem Sterbenden gegenüber ausdrucken.

"Sie sind wichtig, weil sie eben Sie sind.  Sie sind bis zum letzten Augenblick ihres Lebens wichtig und wir werden alles tun, damit sie nicht nur in Frieden sterben, sondem auch leben können bis zuletzt.“

Hospizarbeit schließt das soziale Umfeld des Sterbenden mit ein und bietet Hilfestellungen an, um den bevorstehenden Abschied zu bewältigen.  Auf Wunsch wird die Familie über den Tod des Kranken hinaus begleitet.